Gesundes Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch ist das optimale Fundament für starke und leistungsfähige Zähne. Wie sieht gesundes Zahnfleisch eigentlich aus? Es ist straff, passt sich dem Zahnhals optimal an und blutet nicht. Es hat eine hellrosa Farbe und umschließt den Zahn fest und mit einem ganz leichten Wellenprofil. Krankes Zahnfleisch, das womöglich auch noch entzündet ist, präsentiert sich dunkelrot und blutet häufig bei der Zahnreinigung. Es ist weich und empfindlich und kann auch schmerzen. Haben Sie solche Anzeichen vielleicht schon festgestellt? Bildet sich das Zahnfleisch unter Umständen sogar schon zurück? Dann leiden Sie eventuell an Parodontitis. In den Industrienationen sind von dieser Erkrankung mehr als 50 Prozent aller Menschen über 40 betroffen. Das Tückische: Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Zahnfleischentzündung, die wir als Gingivitis bezeichnen, geht die Parodontitis viel tiefer. Sie kann bis auf die Kieferknochen und die Wurzelhaut übergreifen. Langfristig führt die Erkrankung daher auch in vielen Fällen zu Zahnverlust.

 

Die Parodontitis: Informationen zur Erkrankung

Aber um was genau handelt es sich bei einer Parodontitis eigentlich? Infolge einer bakteriellen Infektion kommt es zu einer chronischen Entzündung. Die dafür verantwortlichen Bakterien leben im Zahnbelag, im Zungenbelag, im Zahnstein und auch auf der gesamten Mundschleimhaut. Leider ist die Parodontitis eine Krankheit, die sich keineswegs nur auf den Zahn oder die Mundhöhle beschränkt. Die infektiösen Bakterien können über den Blutkreislauf in unseren gesamten Organismus gelangen und auch in ganz anderen Regionen zu Entzündungen führen. So wird beispielsweise durch eine Parodontitis das Risiko für die Entwicklung einer Gelenkentzündung (Arthritis) erhöht, außerdem können Ablagerungen in den Blutgefäßen entstehen, was im schlimmsten Fall eine Herzerkrankung auslöst. Leiden schwangere Frauen unwissentlich an einer Parodontitis, steigt sogar das Risiko für eine Fehlgeburt.

Ursachen für die Entstehung einer Parodontitis sind eine unzureichende Mundhygiene, ein schwaches Immunsystem und eine falsche Ernährung, die die Entstehung von Zahnbelägen begünstigt.

 

Frühzeitige Parodontitis-Behandlung in unserer Zahnarztpraxis in Hemer

Eine rechtzeitige Parodontitis-Behandlung beim Zahnarzt kann ein Fortschreiten dieser unangenehmen Erkrankung aber aufhalten. Im Mittelpunkt einer solchen Therapie steht immer die Keimreduzierung. Sollten Sie also den Verdacht haben, dass Ihr Zahnfleisch von dieser Krankheit betroffen ist, sollten Sie am besten gleich einen Termin in unserer Praxis vereinbaren. Erste Symptome fallen aber in der Regel bereits bei den halbjährlichen Kontrolluntersuchungen auf, so dass wir umgehend entsprechende Maßnahmen einleiten können, um die Parodontitis aufzuhalten beziehungsweise zu heilen.

 

Die optimale Therapie hängt immer vom Einzelfall ab

Nach einer umfassenden Untersuchung besprechen wir mit Ihnen gemeinsam alle notwendigen Schritte einer Therapie. Im Rahmen eines solchen ausführlichen Gespräches haben Sie natürlich jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder eigene Vorstellungen und Wünsche einzubringen. Sollten Ihrerseits vielleicht Unklarheiten oder Unsicherheiten bestehen, so sprechen Sie uns bitte sofort darauf an. Gerade bei einer Parodontitis ist es wichtig, dass Arzt und Patient eine vertrauensvolle Basis eingehen, damit die Therapie zum Erfolg führt und Sie sich letztendlich wieder über gesundes Zahnfleisch freuen können. Generell passen wir unser Behandlungskonzept stets individuell an den einzelnen Patienten an.